Freitag, 23. Januar 2009

Weiß

Die Wände - weiß
Das Licht ist weiß
Und mittendrin bin ich

Ganz in weiß betrete
Ich die Zimmer
Passiere weiße Betten

Dort liegen sie
Ich behandle, spritze
Und schreibe auf weißes Papier

Doch heute trete ich an sein Bett
"Sie werden sterben"
"Ja ich weiß"

(c) Benjamin Breutel

Sonntag, 8. Juni 2008

Verliebt

Du lieblicher Mann, einem Rehbock gleich
Dir soll meine ganze Seele gehören


Du schönste aller Frauen, eine Lilie gleich
Nach dir verlangt mein ganzes Selbst

Verlass mich nie, stütze mein Haupt, berühre mich
Meine Sehnsucht nach dir zerreisst mich

Nichts läge mir ferner mich deinem Duft zu entreißen
Du der ich mein Leben schenke

Oh du süßer Geliebter den meine Seele liebt
Du bist der König meines Lebens

So bist du die Königin
Mit deiner Schönheit bringst du selbst die Berge zum Schmelzen

Der Duft deines Körpers, die Macht deines Körpers
lässt mich zergehen in deinen Armen

Dein Haar, eines Engels gleich, und deine
Stimme zart wie eine Harfe weben meine Träume

Ich bin dein, ich liebe dich

Ich liebe dich

(Inspiriert durch das Hohelied des Salomo [Bibel - Altes Testament] durch ein Seminar zu diesem Thema)
06.06.2008
(c) Benjamin Breutel

Freitag, 21. März 2008

Ein zartes Streicheln

Ein zartes Streicheln
Nicht mehr als ein sanfter Hauch
Ein warmer Atem
Kurz und doch lang genug

Wie durch ein Wunder!
Der kalte Zorn des Winters
ward vergessen
überall beginnt es zu strahlen
Das saftige Grün der Wiesen
Verschlingt das kühle Weiß
Als wäre es nie dort gewesen

Die Farben, das Plätschern, das Singen
All dies lässt vergessen
Wie es ohne dich war
Oh König FRÜHLING

Mit holdem Gefolge hältst du Einzug
Die Wärme deines Atems
Lässt alles streben
Dein buntes Gewand
Erfüllt alles um dich mit Leben
Nicht Sturm ist deine Art
Nur einmal ein warmer Regen

Die grüne Wiese,
Die bunten Blumen
Auch der alte Baum
Und noch viele mehr
Zeigen nun ihre neuen Farben
Dank ihnen entsteht
Ein wahres Gemälde

Doch nicht nur Sie erweckst
Du aus ihren Schlaf
Auch ICH,
Der von deinem Atem berührt
Verspüre nun neue Kraft
Du bist gleichsam für Mensch und Natur
Ein Bote des Lebens und Strebens

Ein zartes Streicheln
Nicht mehr als ein sanfter Hauch
Dies sind deine Posaunen
Du brauchst keinen Lärm
Und so kommst du jedes Jahr
So ist es Brauch

(c) Benjamin Breutel

Dienstag, 12. Februar 2008

Gustav Mahler: 10. Sinfonie

Schon schlägt der Tod
mit eisiger Hand gegen meine Pforte
Für dich will ich Leben!
Ich reich dir meine Hand in tiefster Not

Doch du wirfst sie hinweg
Treibst Schwert und Schild
Zwischen Mich und Dich
Ich aber rühr mich nicht vom Fleck

Erneut streift mich der eisige Todeshauch
Ist es doch meine Schuld allein
Die uns hat entzweit?
Angst gesellt sich zu der Einsamkeit

Doch ich verlasse diesen tödlichen Pfad
Meine Liebe ist es die mich hält
Nah zwischen Tod und Leben
Werd ich nun ganz leis ...

(Zur Geschichte: Mahler erfuhr auf einer Kur von dem Verhältnis seiner Frau zu dem jungen Walter Gropius. Er wünschte sich in dieser Zeit oft den Tod. Nach dieser schwierigen Zeit wurde die Beziehung zu seiner Frau viel intensiver. Die 10. Sinfonie erzählt von dieser schwierigen Zeit)
(c) Benjamin Breutel

Kurzanleitung: Evolution

Aus Punkten entstehen Linien
Aus Linien entstehen Bilder
Aus Bildern entstehen REAKTIONEN
Schöne Momente

(c) Benjamin Breutel

Dienstag, 5. Februar 2008

Abschied

leise klingen sie noch an meinem ohr
die stimmen der anderen
doch immer mehr beginnen sie zu verblassen

gesichter verschwimmen und hände entschwinden
wo gestern noch halt war ist heute leere
träume vergehen und erlebtes wird vergessen

aber tief in meinem herzen werden sie immer bleiben
die freunde mit denen ich fühlte
die zeit mag mir alles nehmen
doch IHR möget nie verblassen

01.08.2007
(c) Benjamin Breutel

Romantik

Dem Spiegel selbst verborgen
Von Freunden stets vergessen
Lebt es doch im Menschen

Schlafend, klein und tief verborgen
Liegt es eingerollt
Fast wäre es gestorben

Doch sieht man Blumen, Bäume, Vögel
Erwacht es und wärmt von Innen

Kein Mensch kann es verbergen
Dies Gefühl tief in seinem Herzen

Es rettet stets vor Schmerzen
Lässt Herzen stets erweichen

Dieses kleine Bisschen
Zum überleben wird es reichen

06.11.2007
(c) Benjamin Breutel